Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 21. August 2017

# Bonnie von Schnittchen - als Fahrradhose ?!?


Also. Es geht mir ja bei sehr vielen Sachen so, dass ich mich frage warum praktische Sachen nicht einfach auch schön aussehen können. 
Zum Beispiel bei Trekkinghosen. Mein Wunsch: Eine Hose, die erstens schnell trocknet und schnmutzabweisend ist, wie eine Wanderhose zum Beispiel. Zweitens muss sie so geschnitten sein, dass die Beine nicht in der Fahrradkette hängen bleiben, aber sie am Hintern so locker sitzt, dass meine Fahrradwindel da rein passt. So ein Zentimeter Polsterung von der Fahrradhose trägt ja dann doch etwas auf möglicherweise. Und drittens möchte ich damit auch ein Eis essen oder in den Biergarten gehen können ohne auszusehen als hätte ich die Alpen überquert oder so. 
Das ergibt dann also meiner Ansicht nach eine hübsche Chino aus Funktionsstoff. 

Nach langer Suche habe ich den Schnitt namens Bonnie von Schnittchen gefunden. Mal sehn ob der in der Realität dann auch so sitzt wie ich mir das Wünsche. Stoff gibt es dunkelblauen Supplex-Nylon, (weiches Nylon, Hosenstoff, UV40, 115g/qm) von extremtextil.de für knappe 13 Euro den Meter. Auch auf den und seinen Tragekomfort bin ich äußerst gespannt...

Uuuh, ob das gut geht? Ich habe noch nicht viele Hosen genäht, und keine ohne Gummibund. Und die muss ja schon gut sitzen, ich hab irgendwie Angst dass sie viel zu klein wird... Wie spannend!

Sonntag, 4. Dezember 2016

# Fahrrad-Handy-Halter für Navi-Nutzer





Eigentlich ist mein Orientierungssinn ja relativ gut, so als Planer und so.... Aber Berlin überfordert mich da immer noch regelmäßig. So ne grobe Orientierung hab ich inzwischen, aber es gibt immer noch sooo viele Orte und Plätze an denen ich noch nie war!





Um mein Handy nicht an jeder zweiten Kreuzung aus der Tasche kramen zu müssen, habe ich mir was abgeschaut. Ein Freund von mir hat so ne Art Gummiband um das Handy an den Lenker zu spannen, extra dafür gemacht. Ich dachte mir, das geht auch für Umme, so kompliziert ist das ja nicht, das Teil.
Einen alten Fahrradschlauch hatte ich auch noch. Den habe ich einfach aufgeschnitten, erst mal abgewaschen und dann in so eine Form geschnitten...  Beim dritten Versuch hat dann die Größe auch gepasst, zum Glück ist so ein Schlauch ja groß genug für mehrere Versuche^^





Die Enden der Schlitze habe ich einfach mit dem Locher gelocht um das Ausreißen zu verhindern.
Tadaa! 15 Minuten Arbeit (inklusive Fehlversuche... naja vielleicht auch 30^^) und 0€ Materialkosten =)

Man spannt dann einfach die Schlitze um die Ecken des Handys und das ganze um die Lenkerstange.

Also das Teil ist nicht für die Ewigkeit gemacht, ich hab jetzt schon das zweite.Hat aber so 3 Monate gehalten... Aber naja, kost nix und der Materialverbrauch ist ja eigentlich auch nur Müllverwertung. Es ist aber erst mal nur ein bisschen eingerissen, also konnte ich es rechtzeitig austauschen. Und auch mit nur 3 Ecken hält das noch so gut dass das Handy nicht gleich auf dem Boden liegt. 



Montag, 21. November 2016

# Adventskalender-Karten DIY



Juhuuu es wird Weihnachten... Hm ja Weihnachten, aber so ab November darf man dann schon mal daran denken =) Vor allem nachdem bei mir so viele Leute Ende November/Anfang Dezember Geburtstag haben, die - naja, bietet sich halt an - meistens einen Adventskalender bekommen. Für meine Eltern habe ich letztes Mal Adventskalender-Geburtstags-Karten gemacht und Ihnen noch Kaffee und Schokolade geschenkt. 


Dazu habe ich Karten jeweils zwei mal gleich groß ausgeschnitten. Die eine habe ich bemalt, man kann natürlich auch ein Foto in der passenden Größe nehmen oder eine Collage oder was auch immer.... Die zweite habe ich in 24 Kästchen eingeteilt, und mit der Nähmaschine perforiert. 


Dann einfach den Rand aufeinander geklebt und die Kästchen mit Zahlen beschriftet, so dass man jeden Tag ein Stückchen raus trennen kann und immer ein bisschen mehr vom Bild sieht =)


Ein schönes, persönliches Geschenk wie ich finde, und praktisch zum verschicken =)




Freitag, 21. Oktober 2016

# Winterdeo





Ich habe ja mein Deocreme-Rezept schon mal vorgestellt. Ich bin auch immer noch sehr zufrieden damit. Nur, jetzt wird es kalt und die Sommerversion mit Bienenwachs ist kaum aus der Dose zu bekommen, also hab ich heute eine Wintervariante angerührt mit

30 ml Kokosfett
30 ml Speisestärke
30 ml Natron
10 ml Sonnenblumenöl
1 ml ätherischem Öl (Salbei, ganz kurz hatte ich auch Zimt-Vanille oder so in Erwägung gezogen^^)

Wenn die Paste mal gemischt ist, ist sie nicht mehr so gut einzuschmelzen um Dinge hinzuzufügen, das Natron vermutlich fängt dann an zu blubbern und stinken, also heb ich den Rest auf bis nächsten Sommer und hab ne neue Dose Winterdeo gemacht... Viel Spaß beim nachmachen!

Montag, 17. Oktober 2016

# Rucksacktasche - Tutorialhinweis




Diese grandiose neue Alleskönner-Lieblingstasche habe ich mit einer Freundin vor dem Urlaub gemacht. Man kann sie einfach als Handtasche umhängen, oder schwuppdiwupp in einen Rucksack umwandeln. Es passt ein Schreibblock und genug Verpflegung und Wasser für Stadtbesichtigungs- oder auch Uni-Tage rein. 


Innen hat sie noch eine kleine Reißverschlusstasche für Handy und Geldbeutel und ein schönes Futter. Neu gekauft habe ich dafür nur die Reißverschlüsse und Nieten, der graue Stoff ist ein IKEA-Vorhang der bei meiner Mama übrig war, den Innenstoff hatte ich noch, und das Leder ist ein zerschnittener Gürtel vom Flohmarkt.  Aber mein Vorrat lichtet sich langsam, dabei bin ich sehr gefährdet Stoffe zu horten^^


Die schönen "Origami-Ecken" sind super einfach zu machen, machwerk zeigt das ganz schön auf dem hier verlinkten Tutorial. Überhaupt, ich habe nicht genug Fotos gemacht um das hier gut erklären zu können, aber DIY-Eule hat ein Videotutorial zu einer sehr ähnlichen Tasche. Hab ich natürlich erst danach entdeckt, das hätte unser räumliches Vorstellungsvermögen ganz schön entlastet^^ Aber wir haben auch Reste-Verwertung betrieben und da muss man dann ja eh meistens noch anpassen und stückeln, also das Denken wäre uns eh nicht erspart geblieben^^ Das Nieten einschlagen um 11 Uhr abends aber wenn wir Gürtelschrauben benutzt hätten schon^^ Wusste ja gar nicht dass es sowas gibt...













Freitag, 14. Oktober 2016

# Winter im Anmarsch! - selbstgemachtes Lippenbalsam



Soo... hier war ja länger Pause, aber nicht weil ich nichts gemacht hätte, sondern eher weil ich so viel gemacht habe.. Da bin ich nicht mehr hinterher gekommen mit Dokumentieren.. außerdem ist man im Sommer abends lieber draußen unterwegs als am PC zu sitzen... aber : Der Winter ist im Anmarsch, man muss beim Fahrrad fahren schon wieder Handschuhe tragen... Und damit auch die langen Winterabende =) Also mal schaun, vielleicht gibts wieder öfter mal was neues =)

Heute gibt es passend zur kalten Jahreszeit auf jeden Fall Lippenpflege =)
Zur Vorbeugung gegen spröde Lippen habe ich seit langem mal wieder "Labello" selbst gemacht. Woher ich das Rezept habe weiß ich gar nicht mehr genau, ich glaube mal direkt von der Inhaberin eines Kosmetik-Bedarf-Ladens, den es schon gar nicht mehr gibt =( Die Zutaten hatte ich vom letzten mal Seife machen auch noch da, waren aber da gar nicht so einfach zu bekommen, seltsamerweise gibt es in Berlin nur einen einzigen eher kleinen Hobbythekbedarf-Laden?!

Das Lippenbalsam besteht aus:
15 g Jojobaöl
6 g Bienenwachs
2 g Sheabutter
(evtl. noch einige Tropfen ätherisches Öl, aber ohne ist meiner Erfahrung nach pflegemäßig sehr viel besser...)

Einfach die harten Fette erwärmen bis sie schmelzen und dann mit dem Jojobaöl mischen =)
In Döschen (oder alte Pflegestift-Hülsen) füllen - abkühlen lassen - Fertig!

Sonntag, 10. Juli 2016

# Gummibund-Rock - ganz ganz ganz einfach und schnell

So ein Rock mit Gummizug ist super fix genäht, und richtig Ahnung von irgendwas muss man dazu auch nicht haben. Mit der Nähmaschine einigermaßen grade aus nähen können reicht.
Gut wenn man mal schnell noch was passendes zum Anziehen braucht^^
Ich wusste ewig nicht, was ich mit dem Stoff anstellen soll, aber  meine beste Freundin hat sich neulich einen luftigen Rock in schwarz mit weißen Punkten gewünscht, und ich hab den mal lieber mit Gummibund genäht, weil ich ihren Größenangaben nicht so ganz vertraut habe... Und dann dachte ich, ich mach mir aus dem türkisen Stoff, den ich mal von einer anderen Freundin bekommen hab auch so nen Rock für mich.
Ein bisschen Menge an Stoff braucht man. Am besten einen möglichst leichten und weich fallenden, der hier ist fast ein bisschen zu starr.
Ich versuch halt immer aufzubrauchen was ich schon habe, oder irgendetwas wieder zu verwerten. Ist noch viel schöner als Stoff zu kaufen, wenn man sieht wie da dann was schönes draus wird =)

Die Länge wird einfach gemessen von da wo der Bund sitzen soll bis da wo der Saum sein soll. Lieber noch 5-10 Zentimeter mehr, kürzer machen kann man immer. Und dann noch so viel dazu rechnen wie der Bund breit sein soll, also wie breit der Gummi ist quasi. (Wenn man 10 cm zu viel nimmt, sollte das locker drin sein).
Die Breite, als Weite des Rocks hat sich herausgestellt (in 2 versuchen, bei denen ich erst zu wenig hatte -.- ), ist am besten 4 mal die Bundweite.
Einfach die Stoff-Stücke an den Seiten aneinandernähen und versäubern, so dass man ein zusammenhängendes Band, also einen viiiel zu weiten Rock hat. Dann die obere Kante versäubern, und in Gummibandbreite (lieber ein ganz kleines bisschen großzügig messen, sonst ist der Tunnel zu eng nachher) umbügeln und feststecken. Dann zunähen, bis auf 3-5 cm, irgendwo muss der Gummi ja noch rein. 


Den fädelt man mit einer Sicherheitsnadel rein und näht die Enden aufeinander. Dann das restliche Stück vom Tunnel auch zunähen, uuuund: schon mal anprobieren!
Schaun ob die Länge passt, 1 cm sollte zu viel sein, der Saum muss ja auch noch umgenäht werden. Dann wahrscheinlich noch ein kleines Stück abschneiden, bis es gefällt =)
Den Saum hab ich einfach ganz knapp unten eingerollt, und mit der Nähmaschine von innen festgenäht.


Feeeertiiig! Das ging fix =)

Donnerstag, 7. Juli 2016

# Handwaschpaste für Selbermacher


Ihr kennt das... Dreckige Finger weil das Fahrradschloss in der Kette hing, man was umgetopft hat, das Fahrrad repariert, die Wand und Hand gestrichen, meinte mit den Fingern malen zu müssen, Teigreste vom Brot an den Armen kleben,...... 

Und dann versuchen das ganze mit Spülmittel irgendwie abzuschrubben... Ich hab da mal ein Rezept für Handwaschpaste ausprobiert von dem mir jemand erzählt hat. Da kommt rein:
  • Kaffeesatz (viel)
  • Spülmittel (bis es ne Paste ist)
  • Seife (noch ein Reststückchen oder so, geht denk ich aber auch ohne)


Einfach die Seife kleinschneiden oder raspeln (gute Sache zum Restchen verwerten), und mit Kaffee und Spülmittel zu einer Paste vermischen. Also der Hauptbestandteil des ganzen ist das Kaffeepulver.

Ich war echt erstaunt wie gut das funktioniert, mein Mitbewohner war auch begeistert =) und die Hände riechen auch gut danach^^

Montag, 4. Juli 2016

# Briefpapier ganz schön und einfach und schnell


Es soll ja tatsächlich Leute geben, die noch Briefe schreiben.... Ja und ich gehöre auch dazu... um meinem Gekrakel wenigstens einen schönen Rahmen zu geben, und weils einfach viel schöner aussieht mach ich oft das Briefpapier ein bisschen bunt. Man kann natürlich auch einfach was drauf malen, aber mit ein bisschen Washi-Tape bzw. einfach buntem Klebeband habe ich in ein paar Sekunden 1000% schöneres Papier als vorher =) 

Zeit mal wieder jemandem nen Brief zu schreiben würde ich sagen !


Sonntag, 5. Juni 2016

# ich hab die Haare schön! - Haarseife und Essigspülung - Rezept und Erfahrungsbericht


Ich hab jetzt wieder ein bisschen kürzere Haare, und als das letzte Mal das Shampoo leer war, dachte ich mir, ich gebe meiner selbstgemachten Shampoo-Seife nochmal ne Chance.
Über Apfelessig-Spülungen habe ich auch viel Gutes gehört, und bei unserem kalkigen Wasser und laugiger Seife in den Haaren ist das glaub ich schon zum neutralisieren notwendig.
Und, was soll ich sagen: Läuft. Seit etwa einem Monat benutze ich Seife und Essig statt Shampoo, und das funktioniert einwandfrei.
Ich hatte 2 verschieden Shampooseifen gemacht, Minze-Kamille und Weißbier-Zitrone. Durch das Rizinusöl und einen hohen Kokosfett-Anteil schäumt die Seife gut, ist also auch zum rasieren gut zu gebrauchen. Sie ist nur auch sehr weich dadurch und verbraucht sich relativ schnell.
Einer Freundin habe ich in der Uni ne leere Plastikflasche von irgendso einem Super-Getränk abgeknöpft, weil ich die Form schön fand und die Flasche schlicht und stabil aussah. Da kam dann der Essig rein und steht jetzt mit einem Plastikbecher auf dem Kopf in der Dusche. So ein kleiner Schluck Essig im Becher reicht, wird mit Wasser aufgefüllt und über die gewaschenen Haare geschüttet. Ich spül dann meistens noch so 2-3 mal nach. Man riecht den Essig ein bisschen, aber sobald die Haare trocken sind ist auch der Geruch verflogen =)

Hier die Rezepte für die Shampooseifen:
ich mag die mit Minze und Kamille lieber, die ist irgendwie "leichter". Minze gegen Schuppen und fettige Haare und Kamille für blonde Haare (die ich nicht habe^^)...

Pfefferminze-Kamille-Shampooseife

  • 480g Kokosöl
  • 351g Olivenöl
  • 201g Sonnenblumenöl
  • 50g Rizinusöl
  • 321g starker Kamillentee
  • 146,5g NaOH
  • 6ml japanisches Pfefferminzöl
  • 4ml Minzöl


Hier noch Weißbier-Zitrone, das soll ja beides auch schöne Haare machen....

Weißbier-Zitronen-Shampooseife

  • 300g Kokosöl
  • 350g Olivenöl
  • 150g Sonnenblumenöl
  • 50g Distelöl
  • 50g Rizinusöl
  • 100g Traubenkernöl
  • 318g Weißbier (vorher erhitzt um den Alkohol zu verdampfen - schon einige Minuten bei mindestens 80 Grad)
  • 139g NaOH
  • 40ml Zitronenöl


Wie gesagt: erst mal mit dem Seife machen und den Gefahren beschäftigen, Lauge und frische Seife sind ätzend! (Siehe Blogpost zu Grundlagen und Links der Seifenherstellung und/oder naturseife.com)

Dienstag, 31. Mai 2016

# Seife: Grundlagen, Links und Protokoll-Vorlage zum Ausdrucken


Seife mach ich eigentlich schon ziemlich lange. Meine Mutter hat das mit mir mal ausprobiert als ich vielleicht so 15 war oder so? Keine Ahnung... Krass, dann sind das auch schon so um die zehn Jahre... Ich fabriziere da inzwischen keine Massen mehr, bin also auch kein richtiger Profi, aber ich hab schon einiges ausprobiert, und inzwischen läuft das ganz routiniert ab. Ist ja aber auch keine Zauberei. Nur Hexenküche^^ Meistens mach ich so im Herbst 2 Ladungen für Weihnachten zum verschenken, und bin dann damit auch den Rest des Jahres ganz gut versorgt. 

So, also wenn ihr auch mal einen Versuch wagen wollt: Keine Scheu, das ist weder schwierig noch besonders teuer! Nur ein paar Sicherheitsregeln sollte man beachten, und da lege ich euch die Seite naturseife.com sehr ans Herz. Da gibt es sehr ausführliche Anfänger-Anleitungen, FAQs, Trouble-Shooting, Bezugsquellen, Rezepte.... und den unverzichtbaren Seifenrechner! Da dort das ganze Prozedere ziemlich gut und genau erklärt ist, spar ich mir das hier, die Erstellerin der Seite hat da sehr viel mehr Ahnung, und ich könnte ja quasi auch nur abschreiben, da ich diese Seite als Basis für meine Seifen benutze, und das quasi von dort gelernt habe.


Ein oder zwei mal habe ich tatsächlich auch Seife  auf einem Hobbykünstlermarkt verkauft... Lange her, da konnte ich noch nicht Auto fahren nämlich... Aber ich habe damals ein sehr brauchbares "Seifenprotokoll" entworfen, in dem ich die Rezepte festhalte um sie nachzumachen wenn sie gelungen waren, nachvollziehen zu können wann ich die Seife gemacht habe, und auch um die Kosten auszurechnen. 

Ich stelle euch hier mal das Formular für das "Seifenprotokoll" als PDF-Druckvorlage zur Verfügung, und hier noch ein paar der Rezepte die wirklich gute Ergebnisse gebracht haben. (Das waren beileibe nicht alle die ich jemals gemacht habe, es gab auch schon Seife die eher dreckig als sauber gemacht hat.....^^) Weitere Rezepte folgen demnächst =)
(Schaut euch die Anleitungen auf der empfohlenen Seite gut an, man muss wirklich vorsichtig sein, Lauge ätzt!)

Download Seifenprotokoll >>

gelungene Rezepte:

Orangen-Hafer-Seife:

  • 250g Olivenöl
  • 250g Pflanzenfett (Biskin)
  • 250g Rapsöl
  • 250g Kokosöl
  • 335g Wasser
  • 140g NaOH
  • 30ml ätherisches Orangenschalenöl
  • ein halbes Glas Haferflocken
Das Orangenöl und die Haferflocken nach dem Andicken in die Masse geben.


Honig-Milch Seife:
  • 225g Pflanzenfett
  • 203g Olive
  • 240g Kokosfett
  • 321g Sonnenblumenöl
  • 15g Bienenwachs
  • 21g Rizinusöl
  • 357g Milch (als Eiswürfel gefroren)
  • 146g NaOH
  • 5ml Honig-Lebensmittelaroma
  • 3TL Honig
Honig im warmen Fett schmelzen, Aroma nach dem Andicken dazu geben.
Beim Schneiden, also nach einem Tag, roch die Seife etwas merkwürdig, bei Milchseifen passiert das öfter, gibt sich aber (wie hier) oft wieder. 

Montag, 18. April 2016

# Röcke ohne Ende


Auf dem Flohmarkt hatte ich mal diesen Wunderschönen Stoff erstanden, und vor meinem inneren Auge schwebte von Anfang an ein Faltenrock. Endlich hab ich den auch mal umgesetzt.

Einer der ersten Schnitte die ich hatte, war ein sehr einfacher Minirock von burda. Dieser Schnitt hat sich definitiv gelohnt, den habe ich mit Abwandlungen schon seeehr oft genäht. Diesmal wieder. Also eigentlich habe ich nur den Bund verwendet, also die Schnittmusterteile für die Einlage. Aber immerhin. Bei dem Schnittmuster, dass ich auch in Größe 35, also auf der Hälfte zwischen 34 und 36 ausgeschnitten habe, kann ich mir auch ziemlich sicher sein dass es mir passt, der Bund sitzt gut, und das mit Reißverschluss.

Den Bund habe ich jeweils zwei mal ausgeschnitten, damit er dann doppelt ist, als Beleg, quasi.
Man kann dan schonmal jeweils ein Vorder- und Rückteil an einer Seite aneinandernähen.

Dann habe ich die Unterkante vom Bund abgemessen. Auf diese Breite muss der Rest des Stoffs gefaltet werden, plus jeweils einem Zentimeter Nahtzugabe.
Das gerechne hat mich auch etwas Nerven gekostet^^^So wie der ganze Rock eigentlich, strategisches Denken PLUS räumliches Vorstellungsvermögen is schon nich sooo einfach...

Also der Bund war am unteren Rand 86 cm breit. Der restliche Stoff 170. Jeweils 2 cm Nahtzugabe abziehen: 84cm und 168cm. Zieht man die voneinander ab, bleiben noch 84cm übrig, die man quasi dahinterfalten kann. Also genau die Hälfte. Also alle 8,4 cm markiert und jeden zweiten Abschnitt in eine Kellerfalte dahinter legen. Am Anfang und Ende jeweils die Hälfte des Abstands ansetzten, damit der Reißverschluss später unten in der Falte sitzt, und nicht obendrauf.


Rechts auf rechts auf die äußere Bundseite nähen. Das Futter habe ich etwas kürzer gemacht als den eigentlichen Rock, so wölbt er sich unten schön ballon-mäßig. Das Futter ist genausobreit wie der Rock, also 170 cm, und oben mit Hilfe einer doppelten Heftnaht auf 84 cm gekräuselt.
Also unten wieder rechts auf rechts an den Rock nähen, und oben an der gekräuselten Seite rechts auf rechts auf das innere Bündchen nähen. Jetzt spätestens alle Kanten versäubern.

Jetzt kann man den Schlitz für den Reißverschluss abmessen (meiner hatte 12 cm) und die restliche Seitennaht schließen.
Nun die beiden Bündchen links auf links aufeinanderheften, vorher aber die Kanten einschlagen. Den oberen Rand des Bunds schmal absteppen, und damit aufeinandernähen.
So, nun noch  mein Lieblingsteil: Reißverschluss einnähen. Der Plan war ein unsichtbarer Reißverschluss. War wohl nix, aber zumindest ist er sehr ordentlich geworden, also auch ok. Außen quasi verkehrt herum mit der Maschine genäht, und das Futter habe ich dann noch von Hand angenäht.


Nach mehrmaligem Scheitern an meinem Vorstellungsvermögen und einer neuerlichen Verstärkung der innigen Beziehung zu meinem Auftrenner, doch noch ein gelungenes Projekt!

Wo bleibt der Sommer, damit ich meinen neuen Lieblingsrock tragen kann ??? (Hab ihn inzwischen getestet, zwar mit Strumpfhosen, aber was solls... Fahrradfahrkompatibel ist das gute Stück auch, hat also echt Lieblingsrockpotential =)


Ach ja, hier noch die anderen Röcke, die alle aus diesem Schnittmuster entstanden sind:


# Krimskrams-Regal für die Küche


In unserer WG-Küche lagen CDs, Zeitschriften, Notizzettel und Stifte immer ziemlich nervig und chaotisch auf der Eckbank rum. Nachdem wir uns schon so tolle Gewürzregale ausgedacht hatten (einfach Mandarinenkisten mit nem Gummiband drumrum an die Wand genagelt), lag die Idee für ein weiteres Kistenregal nicht fern.

Beim Obststand in der nächsten Einkaufsstraße habe ich mir zwei gleiche, einigermaßen stabile Holzkisten geholt. Eine davon habe ich vorsichtig mit Zange und Schraubenzieher auseinandergebaut, indem ich die ganzen Tackernadeln rausgezogen habe.

Dann habe ich die Eckleisten und kurzen Bretter einfach mit kurzen Schrauben und dem Akkuschrauber als zusätzliche Regalbretter eingebaut.


Das Problem mit den Zeitschriften war dann immer noch nicht gelöst, aber dann kam uns die Idde die einfach auf Kleiderbügel zu hängen,davon haben wir nämlich eindeutig genug....

Die Kiste haben wir einfach durchs Holz (kleine Löcher vorgebohrt) mit Dübeln in die Wand geschraubt. Noch ne Pflanze obendrauf, den ganzen Kram rein, yippieee!!!

Samstag, 26. März 2016

# Upcycling - Jacke zu Laptophülle



Mein Papa hat sich nen neuen Laptop gekauft, und die Hülle die dabei war war ganz häßlich braun (jetzt weiß ich vielleicht woher ich die Abneigung gegen diese Farbe habe...), und außerdem hat sie nicht in seine Aktentasche gepasst. Also habe ich als Auftrag bekommen ihm eine bessere zu nähen. Auf Materialsuche in der Altkleiderkiste hab ich dann eine ziemlich alte schwarze Lederjacke von meiner Mutter gefunden. Die hab ich gleich mal wie sie war und inklusive Futter verarbeitet. Es is relativ viel übrig geblieben, was mach ich denn jetzt aus den Resten? Zum wegschmeißen auf jeden Fall viel zu schade...


Also einfach den Rücken abgetrennt bzw. herausgeschnitten und den Laptop zum Maß nehmen reingelegt und mit Stecknadeln markiert. Dann mit dem Lineal 5 mm Nahtzugabe markiert und nach oben weiter geführt, also da wo der Deckel hin kommt. Den unteren Saum von der Jacke konnte ich gleich so hernehmen wie er war, jippie...


Wieder mit dem Lineal bis zur Mitte eine schräge Linie gezogen, und das gleiche spiegelverkehrt dann bis zum gleichen Mittelpunkt. So. Dann das ganze Ding gewendet und von innen entlang der Kante abgesteppt. Also nur die Klappe sozusagen und noch ein paar Zentimeter weiter.
Wieder den Laptop reingelegt und abgesteckt, und dann von Stecknadel zu Stecknadel zusammengenäht. Wenden und Laptop reinstecken. Ich musste nochmal ein paar Anpassungen machen, war etwas schief.... Am Ende die Innennähte noch mit Zickzack versäubert, und die Klappe 5 mm breit abgesteppt.  Fertig!

Ach ja, noch zwei selbstklebende Klettpunkte als Verschluss =)

Montag, 14. März 2016

# Upcycling: Scrap-Book für Faule


Seit meine Austauschschülerin aus England mich in der achten Klasse mit dem Scrapbook oder je nach Definition eher Reisetagebuch schreiben und basteln infiziert hat, war ich immer wieder dabei, zu überlegen wie ich das am besten hinbekomme.

Ich saß früher im Urlaub jeden Abend da und habe Prospekte zerschnibbelt, Bilder eingeklebt und dazu Romane geschrieben. Die finde ich zum Teil heute auch noch schön, und wenn man selbst oder Freunde mal wieder in die Gegend kommen, kann man immer mal nachschauen, was einem besonders gut gefallen hat, und das vielleicht weiterempfehlen. Oft haben sich schon Leute die Bücher ausgeliehen und darüber gefreut dass ich damals alles aufgeschrieben habe. Von anderen wird das natürlich auch belächelt,  aber für mich gehört das zum Urlaub dazu.

Inzwischen aber eher zur Nachbereitung, da ich einfach nur noch alles nach Tagen geordnet einsammle und vielleicht noch ein paar Notizen dazu mache. Wie die Planung vorher, die zur Vorfreude beiträgt, ist das Fotos aussuchen, Sachen einkleben und Notizen schreiben danach eben ein Ritual zur „Nachfreude“. Und wie schön ist es, am Ende des Jahres einen ganzen Ordner voller schöner Erinnerungen durch zu blättern...?

Dieses Jahr habe ich mich mal hingesetzt und überlegt, wie das perfekte Reisetagebuch für mich eher chaotischen und doch etwas faulen Menschen aussehen müsste.  Auf Papiervorlagen ausschneiden und so was, wie die „richtigen“ Scrap-booker habe ich nämlich keine Lust, bei mir wird das eher ein bisschen Smash-Book-mäßig. So ein Zwischending irgendwie. Es gibt ja auch Ideen mit Boxen, in die man einfah alles rein schmeißt, aber ein bisschen zeitliche Ordnung möchte ich schon haben. Auch reine Fotobücher sind oft schön, aber ich möchte das erstens kostengünstig machen, zweitens von unterwegs schon anfangen können, drittens kann ich nicht gut fotografieren, und viertens möchte ich Tickets und Stadtpläne und so weiter mit einkleben können.

Ein Problem war auch das mit den Fotos, die kann man ja immer erst viel später ausdrucken, und musste dann Platz dafür lassen. Wo in manchen von den alten Büchern auch jetzt noch Platz ist… Dann die Frage ob man für jede Reise ein neues Buch/Heft nimmt, oder das nach Jahren ordnet. Dann kann man kleine schöne Ausflüge auch mit dokumentieren, aber hat  zum Teil dafür megadicke Bücher. Und ganze Broschüren oder dickere Fundstücke lassen sich eigentlich nur in Heften mit Spiralbindung aufbewahren, da durch die Spirale etwas mehr Spielraum für zusätzliche Seiten da ist.





Also der Weisheit letzter Schluss sah für mich nach diesen und noch mehr Überlegungen folgendermaßen aus:

Es sollte ein Ringbuch sein:
  • Es ist möglich vergessene Dinge und die Fotos nachträglich einzuordnen
  •  Ich kann eine kleine „Reiseversion“ mitnehmen und die Sachen später in einen dicken „Jahresordner“ umheften
  • Man kann verschiedene Blätter und Hüllen benutzen, wo man sie gerade braucht
  • Die Dicke ist flexibel, es passt alles rein
  •  Man kann Broschüren etc. einfach direkt lochen und einheften anstatt kompliziert so einkleben dass man noch alles lesen kann


Die Größe sollte circa dem Format A5 entsprechen

  • Die allermeisten Broschüren etc. passen noch rein, es ist aber noch ein gut transportables Format

Innen rein kommen:
  •           Alte Landkarten als Seiten zum  Fotos drauf kleben etc.
  •          Weiße und linierte Seiten zum beschreiben und bemalen
  •           Visitenkartenhüllen für kleine Fundstücke
  •           Und: ein Locher und eine einheftbare Hülle für ein paar Stifte etc.
  •           Ein paar Klarsichtfolien zum zwischenzeitlichen Aufbewahren von Zetteln, Tickets,…



Ich habe mal in meinem Schreibwaren-Fundus meiner Schul- und Unizeit gestöbert und bin auf ein paar schmale Plastikordner gestoßen, die mir für die „Reiseversion“ sehr geeignet schienen. Plastik hält auch besser als Pappe wenn man es in Rucksäcke oder Fahrradpacktaschen stopft…


Also mal ein Blatt auf A5 gefaltet und eingeheftet, und vom Ordnerrand die Abstände gemessen, wie es passen könnte. Mit Kuli, Lineal und Geodreieck angezeichnet, nochmal prüfen ob es wirklich passt...


...und abgeschnitten. Mit viel Druck auf dem Stahllineal bzw. der Reißschiene und einem scharfen Cutter ging das ganz gut.


Die Ränder habe ich zum Teil noch mit einer scharfen Schere nachgebessert, an ein paar Stellen hatte ich mich ein bisschen verschnitten.
Die Ecken waren super pieksig, die habe ich einfach mit der Schere abgerundet.

Tadaaa!

So nun an den Inhalt:
Aus der Flohmarktkiste meiner Mama hatte ich einen ganzen Ordner voller A4-Visitenkartenhüllen. Die waren sehr rutschig, also musste man sie leider einzeln schneiden. Sehr meditativ… 


Ich habe einfach mit dem Cutter den Lochrand abgeschnitten und die Dinger nach Augenmaß in der Mitte geteilt. In die Mitte, da wo zwei Einschubfächer zerschnitten waren habe ich mit dem Locher neue Löcher gemacht.



Aus altem Zeichenpapier und übrigen schwarzen Seiten aus einem Fotoalbum habe ich noch Seiten gemacht, und ein paar linierte A5 Seiten habe ich noch irgendwo gefunden.

Für den  „Jahresordner“ habe ich einfach einen großen Pappordner kleingeschnitten, wieder nach dem gleichen Prinzip. Den habe ich mit einer Stadtkarte der Stadt die im Moment meinen Wohnort darstellt eingebunden -  und voila! - fertig ist auch dieser!