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Montag, 21. August 2017

# Bonnie von Schnittchen - als Fahrradhose ?!?


Also. Es geht mir ja bei sehr vielen Sachen so, dass ich mich frage warum praktische Sachen nicht einfach auch schön aussehen können. 
Zum Beispiel bei Trekkinghosen. Mein Wunsch: Eine Hose, die erstens schnell trocknet und schnmutzabweisend ist, wie eine Wanderhose zum Beispiel. Zweitens muss sie so geschnitten sein, dass die Beine nicht in der Fahrradkette hängen bleiben, aber sie am Hintern so locker sitzt, dass meine Fahrradwindel da rein passt. So ein Zentimeter Polsterung von der Fahrradhose trägt ja dann doch etwas auf möglicherweise. Und drittens möchte ich damit auch ein Eis essen oder in den Biergarten gehen können ohne auszusehen als hätte ich die Alpen überquert oder so. 
Das ergibt dann also meiner Ansicht nach eine hübsche Chino aus Funktionsstoff. 

Nach langer Suche habe ich den Schnitt namens Bonnie von Schnittchen gefunden. Mal sehn ob der in der Realität dann auch so sitzt wie ich mir das Wünsche. Stoff gibt es dunkelblauen Supplex-Nylon, (weiches Nylon, Hosenstoff, UV40, 115g/qm) von extremtextil.de für knappe 13 Euro den Meter. Auch auf den und seinen Tragekomfort bin ich äußerst gespannt...

Uuuh, ob das gut geht? Ich habe noch nicht viele Hosen genäht, und keine ohne Gummibund. Und die muss ja schon gut sitzen, ich hab irgendwie Angst dass sie viel zu klein wird... Wie spannend!

Samstag, 8. Juli 2017

# Lübeck - Fische und Schiffe und alles andere aus Zucker




Nachdem das Wochenende zuvor auch schon einfach niemand hier war, und ich zwar ein sehr entspanntes Wochenende genossen hatte,  aber dann doch irgendwann Langeweile drohte, habe ich spontan beschlossen nach Lübeck zu fahren.  Da wollte ich schon lange mal hin. 
Was soll ich sagen? Ich war tendenziell begeistert. Abgesehen vom Marzipan ist da noch mehr Süßes zu finden... Eine zuckersüße schnuckelige Altstadt, in der aber nicht gleich am frühen Abend alle vorhandenen Bürgersteige hochgeklappt werden. Mit dem Bus weniger als eine halbe Stunde nach Travemünde zum Meer und Strand. 
Morgens zum Laufen am Wasser entlang und ohne Horden von Menschen zu treffen. Richtig entspannt. 

Solche Gässchen gibt es da ganz viele... komisch da durchzulaufen, man steht ja fast schon im Garten der Leute die da wohnen... wird wohl auch gar nicht allzu gern gesehen, wenn man das macht...



Ich war zu Fuß unterwegs und habe halt auch nur die Altstadt besichtigt, ganz so klein ist Lübeck mit seinen etwas mehr als 200.000 Einwohnern ja gar nicht. In der Stadt ist aber "Im alten Zolln" echt einen Besuch wert. Sehr gemütlich und lecker und mit Musik. Das beste Fischbrötchen, das ich jemals gegessen habe gab es in Travemünde bei Fisch-Wöbke. Kräuter-Matjes, mmmmmmmhhhhh!

Ach ja, auf der Fahrt hin, bin ich in Hamburg vorbeigekommen und habe die kurze Wartezeit damit verbracht auf der Alster Bötchen zu gucken... Einfach auch schön da!

Sonntag, 4. Dezember 2016

# Fahrrad-Handy-Halter für Navi-Nutzer





Eigentlich ist mein Orientierungssinn ja relativ gut, so als Planer und so.... Aber Berlin überfordert mich da immer noch regelmäßig. So ne grobe Orientierung hab ich inzwischen, aber es gibt immer noch sooo viele Orte und Plätze an denen ich noch nie war!





Um mein Handy nicht an jeder zweiten Kreuzung aus der Tasche kramen zu müssen, habe ich mir was abgeschaut. Ein Freund von mir hat so ne Art Gummiband um das Handy an den Lenker zu spannen, extra dafür gemacht. Ich dachte mir, das geht auch für Umme, so kompliziert ist das ja nicht, das Teil.
Einen alten Fahrradschlauch hatte ich auch noch. Den habe ich einfach aufgeschnitten, erst mal abgewaschen und dann in so eine Form geschnitten...  Beim dritten Versuch hat dann die Größe auch gepasst, zum Glück ist so ein Schlauch ja groß genug für mehrere Versuche^^





Die Enden der Schlitze habe ich einfach mit dem Locher gelocht um das Ausreißen zu verhindern.
Tadaa! 15 Minuten Arbeit (inklusive Fehlversuche... naja vielleicht auch 30^^) und 0€ Materialkosten =)

Man spannt dann einfach die Schlitze um die Ecken des Handys und das ganze um die Lenkerstange.

Also das Teil ist nicht für die Ewigkeit gemacht, ich hab jetzt schon das zweite.Hat aber so 3 Monate gehalten... Aber naja, kost nix und der Materialverbrauch ist ja eigentlich auch nur Müllverwertung. Es ist aber erst mal nur ein bisschen eingerissen, also konnte ich es rechtzeitig austauschen. Und auch mit nur 3 Ecken hält das noch so gut dass das Handy nicht gleich auf dem Boden liegt. 



Dienstag, 25. Oktober 2016

# Hamburg




Ich mag ja diese Stadt.... Deswegen muss ich da ab und an mal hin, und diesmal habe ich mich dort für ein Wochenende mit meiner besten Freundin getroffen...






Übernachtet haben wir in der wunderbaren Inselpension  in Wilhemsburg... Da gibt es verschiedene Ferienwohnungen und Zimmer an ein bisschen ungewöhnlicheren Orten. Im Sommer wohl auch ein Baumhaus und ein Boot, aber alles auf der "anderen" Elbseite. Wir hatten eine sehr schöne bunte Wohnung im Norden der Elbinsel. Mir hat es da sehr gut gefallen, man ist fix am Hauptbahnhof und in der Innenstadt, und Wilhelmsburg hat durchaus auch was. Gerade wenn man sich im Wedding in Berlin langsam zuhause fühlt =)








Die Elbe haben wir bei der Fahrt mit der Fähre nach Finkenwerder genossen, wo wir noch Freunde besucht haben, an die Alster gab es nur einen kleinen Abstecher zu Konditorei Pritsch ... 

Viele Stunden haben wir auch im maritimen Museum verbracht, das ist so rieeeesig! Und es ist auch echt nicht alles interessant, aber genug um vier Stunden oder so dort zu verbringen....
Und das Holthusenbad war zwar echt kein Schnäppchen, aber ein paar Stunden Sauna und Enstpannung in historischem Schwimmbad-Ambiente waren jetzt auch nicht das schlechteste was wir uns ausgedacht haben...

Ich vergleiche ständig im Kopf Städte... Ich frage mich einfach ganz oft wieso Städte so unterschiedlich sind, und an was genau das eigentlich liegt. Wieso ist schlechtes Wetter in Berlin nerviger ? In Hamburg is es ja wohl echt kaum besser? Ist Hamburg grüner? Es gibt auf jeden Fall nicht viele große Parks dort verglichen mit Berlin. Fühlt sich trotzdem so an. Und ab wann ist eine Stadt dreckig? Ganz klar Sache des Bezugspunkts. Zu geschleckt kann man auch als störend empfinden... Ach ja... Jede Stadt hat wohl so ihre Vorzüge und Nachteile, und Äpfel mit Birnen vergleichen is ja auch hier mal wieder Quatsch. Aber woher das kommt is schon spannend... 

Montag, 14. März 2016

# Upcycling: Scrap-Book für Faule


Seit meine Austauschschülerin aus England mich in der achten Klasse mit dem Scrapbook oder je nach Definition eher Reisetagebuch schreiben und basteln infiziert hat, war ich immer wieder dabei, zu überlegen wie ich das am besten hinbekomme.

Ich saß früher im Urlaub jeden Abend da und habe Prospekte zerschnibbelt, Bilder eingeklebt und dazu Romane geschrieben. Die finde ich zum Teil heute auch noch schön, und wenn man selbst oder Freunde mal wieder in die Gegend kommen, kann man immer mal nachschauen, was einem besonders gut gefallen hat, und das vielleicht weiterempfehlen. Oft haben sich schon Leute die Bücher ausgeliehen und darüber gefreut dass ich damals alles aufgeschrieben habe. Von anderen wird das natürlich auch belächelt,  aber für mich gehört das zum Urlaub dazu.

Inzwischen aber eher zur Nachbereitung, da ich einfach nur noch alles nach Tagen geordnet einsammle und vielleicht noch ein paar Notizen dazu mache. Wie die Planung vorher, die zur Vorfreude beiträgt, ist das Fotos aussuchen, Sachen einkleben und Notizen schreiben danach eben ein Ritual zur „Nachfreude“. Und wie schön ist es, am Ende des Jahres einen ganzen Ordner voller schöner Erinnerungen durch zu blättern...?

Dieses Jahr habe ich mich mal hingesetzt und überlegt, wie das perfekte Reisetagebuch für mich eher chaotischen und doch etwas faulen Menschen aussehen müsste.  Auf Papiervorlagen ausschneiden und so was, wie die „richtigen“ Scrap-booker habe ich nämlich keine Lust, bei mir wird das eher ein bisschen Smash-Book-mäßig. So ein Zwischending irgendwie. Es gibt ja auch Ideen mit Boxen, in die man einfah alles rein schmeißt, aber ein bisschen zeitliche Ordnung möchte ich schon haben. Auch reine Fotobücher sind oft schön, aber ich möchte das erstens kostengünstig machen, zweitens von unterwegs schon anfangen können, drittens kann ich nicht gut fotografieren, und viertens möchte ich Tickets und Stadtpläne und so weiter mit einkleben können.

Ein Problem war auch das mit den Fotos, die kann man ja immer erst viel später ausdrucken, und musste dann Platz dafür lassen. Wo in manchen von den alten Büchern auch jetzt noch Platz ist… Dann die Frage ob man für jede Reise ein neues Buch/Heft nimmt, oder das nach Jahren ordnet. Dann kann man kleine schöne Ausflüge auch mit dokumentieren, aber hat  zum Teil dafür megadicke Bücher. Und ganze Broschüren oder dickere Fundstücke lassen sich eigentlich nur in Heften mit Spiralbindung aufbewahren, da durch die Spirale etwas mehr Spielraum für zusätzliche Seiten da ist.





Also der Weisheit letzter Schluss sah für mich nach diesen und noch mehr Überlegungen folgendermaßen aus:

Es sollte ein Ringbuch sein:
  • Es ist möglich vergessene Dinge und die Fotos nachträglich einzuordnen
  •  Ich kann eine kleine „Reiseversion“ mitnehmen und die Sachen später in einen dicken „Jahresordner“ umheften
  • Man kann verschiedene Blätter und Hüllen benutzen, wo man sie gerade braucht
  • Die Dicke ist flexibel, es passt alles rein
  •  Man kann Broschüren etc. einfach direkt lochen und einheften anstatt kompliziert so einkleben dass man noch alles lesen kann


Die Größe sollte circa dem Format A5 entsprechen

  • Die allermeisten Broschüren etc. passen noch rein, es ist aber noch ein gut transportables Format

Innen rein kommen:
  •           Alte Landkarten als Seiten zum  Fotos drauf kleben etc.
  •          Weiße und linierte Seiten zum beschreiben und bemalen
  •           Visitenkartenhüllen für kleine Fundstücke
  •           Und: ein Locher und eine einheftbare Hülle für ein paar Stifte etc.
  •           Ein paar Klarsichtfolien zum zwischenzeitlichen Aufbewahren von Zetteln, Tickets,…



Ich habe mal in meinem Schreibwaren-Fundus meiner Schul- und Unizeit gestöbert und bin auf ein paar schmale Plastikordner gestoßen, die mir für die „Reiseversion“ sehr geeignet schienen. Plastik hält auch besser als Pappe wenn man es in Rucksäcke oder Fahrradpacktaschen stopft…


Also mal ein Blatt auf A5 gefaltet und eingeheftet, und vom Ordnerrand die Abstände gemessen, wie es passen könnte. Mit Kuli, Lineal und Geodreieck angezeichnet, nochmal prüfen ob es wirklich passt...


...und abgeschnitten. Mit viel Druck auf dem Stahllineal bzw. der Reißschiene und einem scharfen Cutter ging das ganz gut.


Die Ränder habe ich zum Teil noch mit einer scharfen Schere nachgebessert, an ein paar Stellen hatte ich mich ein bisschen verschnitten.
Die Ecken waren super pieksig, die habe ich einfach mit der Schere abgerundet.

Tadaaa!

So nun an den Inhalt:
Aus der Flohmarktkiste meiner Mama hatte ich einen ganzen Ordner voller A4-Visitenkartenhüllen. Die waren sehr rutschig, also musste man sie leider einzeln schneiden. Sehr meditativ… 


Ich habe einfach mit dem Cutter den Lochrand abgeschnitten und die Dinger nach Augenmaß in der Mitte geteilt. In die Mitte, da wo zwei Einschubfächer zerschnitten waren habe ich mit dem Locher neue Löcher gemacht.



Aus altem Zeichenpapier und übrigen schwarzen Seiten aus einem Fotoalbum habe ich noch Seiten gemacht, und ein paar linierte A5 Seiten habe ich noch irgendwo gefunden.

Für den  „Jahresordner“ habe ich einfach einen großen Pappordner kleingeschnitten, wieder nach dem gleichen Prinzip. Den habe ich mit einer Stadtkarte der Stadt die im Moment meinen Wohnort darstellt eingebunden -  und voila! - fertig ist auch dieser!







Montag, 7. März 2016

# Nachtrag - 8 wunderbare Dinge aus Marokko

Besser spät als nie, aber um hier mal ein bisschen Leben in das Thema Reisen zu bringen, wollte ich euch noch ein paar Impressionen aus dem Marokko-Urlaub an Weihnachten zeigen. Meine Eltern können wegen ihrem Beruf eigentlich immer nur sozusagen „zwischen den Jahren“ länger weg, und wir Kinder sind zwar auch schon relativ groß, aber Weihnachten mit der Familie zu verbringen ist schon immer noch am schönsten. Also sind wir seit ewigen Jahren mal wieder zu viert in den Familienurlaub gefahren. Schön wars, nur viel zu kurz, wie das halt so ist. Das Land hat mich aber wahnsinnig fasziniert, irgendwann muss ich da nochmal hin und mir noch ein bisschen mehr anschaun. Wenn ich ein Emoticon wäre, wäre ich die ganze Zeit mit Herzchen in den Augen rumgelaufen. Die für mich tollsten und spannendsten Seiten habe ich mal aufgelistet…


Pfefferminztee


immer und zu jeder Stunde ein Gläschen süßen Pfefferminztee. Die wissen was gut ist. Mich hat die komplett fehlende Kaffee-Kultur schon ein bisschen überrascht, aber da ich Pfefferminztee sowieso schon immer liebe stört mich das gar nicht, eher im Gegenteil.  Und, nein, für mich hat Pfefferminztee gar nichts mit krank sein zu tun, ich liebe einfach den frischen Geschmack von Minze, fast egal wo drin…


Um den Tee so gut hinzubekommen wie dort, nimmt man für eine Kanne ca. 3 Esslöffel Gunpowder-Grüntee und gießt ihn mit kochendem Wasser auf bis er gut bedeckt ist. Diesen ersten Aufguss kippt man dann nach ein paar Minuten (durch ein Sieb) weg, steckt ein Bündel frische Nanaminze in die Kanne und schüttet einen Riesenberg Zucker rein. Dann macht man die Kanne mit dem restlichen heißen Wasser voll und hat das perfekte Getränk für laue Sommerabende. Oder kuschlige Stunden der Erinnerung an laue Sommerabende im Winter…


Die Farben


Ich kann gar nicht mehr genau beschreiben was diese bunten Farben hatte, die ich im Kopf habe wenn ich an Marokko denke. Die Landschaft eher nicht, die war eher sandfarben und meerblau. Dafür alles andere. Klar der große Platz mit den sehr touristischen Souks in Marrakesch und die Auslagen dort waren super überwältigend. Aber eigentlich alle Gegenstände und Waren, und das Essen haben wunderschöne klare und viele Farben.





 

Die Muster


Wieso sind bunte und glitzernde „Kunst“ im europäischen Stil immer wahnsinnig kitschig, und hier auf einmal wunderschön? Meine Mutter und ich haben da länger drüber diskutiert, und sind dann zu dem Schluss gekommen, dass es wohl daran liegt dass nichts abgebildet wird, sondern es „nur“ Muster und Ornamente gibt. Bunte Blumen an der Wand werden schnell super kitschig, ein geometrisches Mosaik, das durch aus auch an Blüten erinnert, dagegen nicht so schnell. Hach, ganz viel in bunt und in blau weiß…


Das Essen


Mmmmh ich liebe diese Kombination von süßen getrockneten Früchten mit kräftigem Fleisch  und Gemüse, frische Salate, gutes Brot und süße Naschereien… Besonders die scharfe Soße, die gleichzeitig scharf, süß und bitter ist, hat es mir angetan… Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen…


Frischer Saft statt Bier



In dem muslimisch geprägten Land gibt es kaum Alkohol, und wenn dann zu exorbitanten Preisen.  Ich hab mich trotzdem ein bisschen amüsiert als ich das Gedränge der ganzen halbstarken Jungs am Samstagabend vor der anscheinend besten Saftbar der Stadt gesehen habe. Das stelle sich mal einer hier vor….


Das Labyrinth der Straßen


 Wenn man in europäischen Städten aufgewachsen ist, quasi unmöglich die Orientierung zu behalten. Die Stadt ist einfach ganz ganz anders aufgebaut. Nicht mit Hauptstraßen und Achsen an denen sich die Bebauung entwickelt, sondern für uns vollkommen chaotisch. Mit vielen kleinen Plätzen, die durch überdachte Handelsgassen verbunden sind, vielen vielen Winkeln und Sackgassen, und plötzlich steht man doch wieder am Ausgangspunkt. Und wenn man dann vom Trubel der Gassen irgendwo in einen Innenhof entwischt, ist es augenblicklich total ruhig und friedlich.



 

Zu sehen wie Menschen in anderen Ländern leben und Verständnis dafür zu bekommen


Ich wusste gar nicht so richtig was ich einpacken sollte, wie soll man sich denn als europäische Frau in einem muslimischen Land anziehen? Von hier aus betrachtet sind Frauen dort in ihrer Bekleidung erstmal vielleicht schon etwas eingeschränkt. Und dass man wenns dort richtig warm wird mit langen Ärmeln rumlaufen muss… puh.. Es war im Dezember nicht übermäßig warm, also hat uns das nicht betroffen. Aber nach relativ kurzer Zeit hat man irgendwie selbst rausgefunden was ok ist und was nicht. Schon nach ein paar Tagen kamen uns andere Touristen mit kurzen Hosen einfach total unanständig vor. Macht man einfach nicht, ist irgendwie auch ok so.

Genauso wie Kopftücher. Das haben viele Frauen getragen, aber bei weitem nicht alle. Man kann ja jetzt nicht einfach so beurteilen wer das freiwillig tut und wer nicht, aber ich kann jetzt besser verstehen, wieso man das auch freiwillig macht. Wenn es einfach ganz normal ist, dann denkt man da gar nicht drüber nach ob man das möchte oder nicht. Keine Ahnung mir fällt jetzt kein guter Vergleich ein. Wie BH anziehn oder so. Macht man einfach. Hat Vorteile und Nachteile, aber da denkt man jetzt auch nicht jeden Tag drüber nach, was das über das Bild und die Rolle der Frau aussagt, wenn man wattierte BHs trägt. Schwieriges Thema, ich weiß, aber das waren da in dem Moment so meine Gedanken dazu.


Anerkennung für die Handwerkskunst und Handarbeit


Wenn man ein bisschen durch die Gassen gestromert ist, konnte man oft in Werkstätten hineinschauen, und sehen wie die ganzen tollen Sachen die auf den großen Märkten verkauft werden hergestellt werden. Wenn man genau sieht wie viel (Hand!-)Arbeit da drin steckt, und für was für einen Preis die Sachen dann verkauft werden, kommt man schon nochmal ein bisschen ins Nachdenken…
Insgesamt war es super schön und beeindruckend, und ich hoffe dass ich die Chance haben werde dieses Land nochmal genauer zu erkunden und auch die ländlichen Bereiche kennen zu lernen.

Freitag, 12. Februar 2016

# Reisedokumente-Mappe


Wenn man unterwegs  und auf Reisen ist, hat man ja trotz digitalem Zeitalter und so immer eine Menge Papierkram mit dabei. Angefangen beim Pass, über Tickets, Buchungsbescheinigungen, Visitenkarten die man behalten möchte, Fahrkarten und sonstiger Kleinkram. Auf längeren Reisen hatte ich immer einfach eine A5 Platikmappe mit dabei, aber ich dachte mir das geht auch schöner UND geordneter. Da habe ich mal geschaut was es so gibt, und was man einfach selber machen könnte. Tadaaa! Gar nicht so schwer mit ein paar Wachstuchresten von meinem Fahrradtaschenprojekt (das schon länger pausiert, muss ich mal wieder in Angriff nehmen, aber da ist das Material gar nicht so super geeignet, weil es doch nicht so mega strapazierfähig ist...).



Was braucht man: 

Ein Stück Wachstuch oder stabilen Stoff
Ein ebenso großen Stück stabile Folie (meine gab es da, wo ich auch das Wachstuch gekauft habe, also Baumarkt oder Haushaltswarengeschäfte wären die ersten Anlaufstellen)
Nähgarn und Reißverschluss (25 cm) in Kontrastfarbe

Dann natürlich noch Werkzeug:
Schere
Nähmaschine
Markierstift, Stecknadeln,...


Es kann losgehen ! 

Hier mal der Zuschneideplan. Einfach mit Geodreieck und Lineal auf der Stoffrückseite anzeichnen und ausschneiden. Bei der Folie einen wasserlöslichen Folienstift verwenden, oder nicht verrmalen, sonst sieht man das später vielleicht. Die gestrichelten und gepunkteten Linien auch vorsichtig mit ablösbarem Stift anmarkieren.

Dann mal an einem Reststück die Zickzackstich-Einstellungen ausprobieren, sämtliche offenen Kanten sollen so eingefasst werden.

Das passiert dann als erstes an diesem Teil....

Für die Folie die Einstellungen nochmal an einem Reststück überprüfen...

und dann die ganzen kleinen Folienteile auch an einer Kante versäubern. Die Folie franst zwar nicht aus, aber so sieht es schöner aus, man sieht die Kante besser, und die Folienteile kleben nicht so sehr aufeinander. 

Der erste Näh-Teil:  Mit 4 cm Abstand zur Kante eines der großen Wachstuchteile, wird das kleine Teil mit Stecknadeln oder Klammern fixiert. Stecknadeln ganz am Rand einstecken, sie hinterlassen Löcher !

Entlang der unversäuberten Seite wird der Streifen nun mit einem Zickzackstich auf das große Teil aufgenäht. 
In 7 cm Abstand zum Rand Kommt noch eine senkrechte Naht hinzu. So entsteht gleich ein Fach für den Perso. Im Bild sieht man ein bisschen die Linie die ich aufgezeichnet habe um daran entlang zu nähen. Ich habe dafür auch wieder den Zickzackstich verwendet. 

Ähnliches passiert nun mit den Folienstreifen und dem zweiten großen Teil des Wachstuchs. Erst mal anordnen, die breiteren jeweils unten und die schmaleren oben. Dann in 6,5 cm Abstand auf der einen Seite eine Markierung für die Naht machen. 

Die zwei Folien werden dann erstmal nur an dieser Stelle angenäht.

So, jetzt wird's ein bisschen  komplizierter... Der Reißverschluss. 

Die eine Seite des Reißverschlusses wird zwischen die beiden Wachstuchlagen fixiert und dann zusammen mit den zwei Folienlagen mit dem Reißverschlussfüßchen mit Zickzackstich eingenäht. 

Nochmal ein Bild zur Verdeutlichung...

Nun kommt das große Folienteil. Genau abmessen wo es beginnen muss, dann aufstecken und knappkantig mit Reißverschlussfuß und Zickzackstich festnähen. 

Nun den Reißverschlussschieber irgendwo in die Mitte führen und die drei Lagen exakt übereinander legen. Mit einem ganz engen Zickzackstich alle Aussenkanten zusammen nähen. Ich bin gleich mehrmals drüber gegangen, weil der Stich am Anfang nicht eng genug eingestellt war. 

Die überstehenden Teile des Reißverschlusses abschneiden und die Enden von Hand fixieren, damit der Schieber nicht heraus rutscht. 

Uuuuuuuund... fertig !

Da passt wirklich alles mögliche rein... Die Breite ist genau so bemessen, dass ein auf Briefmaß zusammengefaltetes A4 hineinpasst.

Vorne passen perfekt Pass und Perso rein, und können durch den Reißverschluss auch nicht rausfallen. Ein bisschen Kleinkram, der nicht verloren gehen soll kann man auch einfach weiter in die Folientasche hineinschieben, so dass er dann quasi auf der Rückseite liegt. 

Kompakt aber groß genug für sämtliche Reisedokumente !