Montag, 4. Juli 2016

# Briefpapier ganz schön und einfach und schnell


Es soll ja tatsächlich Leute geben, die noch Briefe schreiben.... Ja und ich gehöre auch dazu... um meinem Gekrakel wenigstens einen schönen Rahmen zu geben, und weils einfach viel schöner aussieht mach ich oft das Briefpapier ein bisschen bunt. Man kann natürlich auch einfach was drauf malen, aber mit ein bisschen Washi-Tape bzw. einfach buntem Klebeband habe ich in ein paar Sekunden 1000% schöneres Papier als vorher =) 

Zeit mal wieder jemandem nen Brief zu schreiben würde ich sagen !


Mittwoch, 15. Juni 2016

# Holler die Waldfee - Weltbester Holundersirup



Hollersirup im Sommer ist bei mir nicht mehr wegzudenken... So ein Schuss Sirup ins Wasser und der Sommer ist gleich noch viel schöner!
Ich hatte ja schon Bedenken dass ich hier in Berlin kein Holler wächst, weil der Boden hier ja ganz anders ist und so, aber ich glaub der Wächst eigentlich überall. Eher Unkraut, dieser Sambucus nigris...



Das Rezept ist von einer schlechten hundert Jahre alten schwarz-weiß-Kopie aus der Rezepte-Sammlung von meiner Mutter abgeschrieben, und mit Zitrone ist das einfach die beste Variante die ich kenne! Mmmmmmmmh.....
Ich habe jetzt welchen angesetzt und werde ihn dann am Wochenende abfüllen =)

Sonntag, 12. Juni 2016

# Erdbeermarmelade vom Markt


mmmmmmmhhh.... frische Erdbeermarmelade ist soooo lecker! Einfach Sommer pur.
Mit ein bisschen Rhabarber zusammen sogar noch besser.
Wir haben ca. ein viertel Rhabarber und drei viertel Erdbeeren genommen, mit noch etwas Zitronensaft und 2:1 Gelierzucker.




Die Erbeeren habe ich kurz vor Schluss auf dem Markt hinter dem Weddinger Rathaus quasi hinterher geschmissen bekommen =)


Und eine Kiste war dann doch zu viel für nur Marmelade, also haben wir dann noch Erdbeerpüree in Eisförmchen eingefroren. Mmmmmmmmmmh! Diese Eisförmchen sind einfach toll, auch wenn man nicht mehr Kind ist^^

Mittwoch, 8. Juni 2016

# Buchhülle - Erinnerungen an meine Näh-Anfänge



Als ich das letze mal länger Zug fahren musste, wollte ich ein ziemlich dickes Buch mitnehmen (Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers, sehr sehr schön wenn man die märchenhaften Quatsch-Gruselgeschichten mag...). Damit das erwähnte Buch die Reise unbschadet übersteht, habe ich ihm eine Stoffhülle zum Einschlagen genäht, die ich natürlich auch weiterhin für Bücher verwenden möchte.

Bei der Suche nach einem geeigneten Stoff ist mir der erste Stoff, den ich jemals gekauft habe in die Hände gefallen.... Ich war damals zwölf, und hab eine Nähmaschine zum Geburtstag bekommen, nachdem die von meiner Mutter kaputt war. Und wusste irgendwie nicht so hundertpro was ich damit anfangen sollte.



Der erste Versuch mit Anleitung von Mama sollte ein Wickelrock aus einem meiner Bastelbücher sein, und diesen "wunderschönen" Fisch-Stoff hab ich mir dafür ausgesucht.
Den ziemlich schiefen und dreifach umgenähten Rock hatte ich dann letztendlich kein einziges mal an, der ist direkt wieder in der Stoffkiste gelandet... bis er (zum Teil zumindest) zu einer Buchhülle wurde, praktischerweise war ja auch schon ein Bindeband dran, dass ich weiter verwenden konnte =)

Sonntag, 5. Juni 2016

# ich hab die Haare schön! - Haarseife und Essigspülung - Rezept und Erfahrungsbericht


Ich hab jetzt wieder ein bisschen kürzere Haare, und als das letzte Mal das Shampoo leer war, dachte ich mir, ich gebe meiner selbstgemachten Shampoo-Seife nochmal ne Chance.
Über Apfelessig-Spülungen habe ich auch viel Gutes gehört, und bei unserem kalkigen Wasser und laugiger Seife in den Haaren ist das glaub ich schon zum neutralisieren notwendig.
Und, was soll ich sagen: Läuft. Seit etwa einem Monat benutze ich Seife und Essig statt Shampoo, und das funktioniert einwandfrei.
Ich hatte 2 verschieden Shampooseifen gemacht, Minze-Kamille und Weißbier-Zitrone. Durch das Rizinusöl und einen hohen Kokosfett-Anteil schäumt die Seife gut, ist also auch zum rasieren gut zu gebrauchen. Sie ist nur auch sehr weich dadurch und verbraucht sich relativ schnell.
Einer Freundin habe ich in der Uni ne leere Plastikflasche von irgendso einem Super-Getränk abgeknöpft, weil ich die Form schön fand und die Flasche schlicht und stabil aussah. Da kam dann der Essig rein und steht jetzt mit einem Plastikbecher auf dem Kopf in der Dusche. So ein kleiner Schluck Essig im Becher reicht, wird mit Wasser aufgefüllt und über die gewaschenen Haare geschüttet. Ich spül dann meistens noch so 2-3 mal nach. Man riecht den Essig ein bisschen, aber sobald die Haare trocken sind ist auch der Geruch verflogen =)

Hier die Rezepte für die Shampooseifen:
ich mag die mit Minze und Kamille lieber, die ist irgendwie "leichter". Minze gegen Schuppen und fettige Haare und Kamille für blonde Haare (die ich nicht habe^^)...

Pfefferminze-Kamille-Shampooseife

  • 480g Kokosöl
  • 351g Olivenöl
  • 201g Sonnenblumenöl
  • 50g Rizinusöl
  • 321g starker Kamillentee
  • 146,5g NaOH
  • 6ml japanisches Pfefferminzöl
  • 4ml Minzöl


Hier noch Weißbier-Zitrone, das soll ja beides auch schöne Haare machen....

Weißbier-Zitronen-Shampooseife

  • 300g Kokosöl
  • 350g Olivenöl
  • 150g Sonnenblumenöl
  • 50g Distelöl
  • 50g Rizinusöl
  • 100g Traubenkernöl
  • 318g Weißbier (vorher erhitzt um den Alkohol zu verdampfen - schon einige Minuten bei mindestens 80 Grad)
  • 139g NaOH
  • 40ml Zitronenöl


Wie gesagt: erst mal mit dem Seife machen und den Gefahren beschäftigen, Lauge und frische Seife sind ätzend! (Siehe Blogpost zu Grundlagen und Links der Seifenherstellung und/oder naturseife.com)

Dienstag, 31. Mai 2016

# Seife: Grundlagen, Links und Protokoll-Vorlage zum Ausdrucken


Seife mach ich eigentlich schon ziemlich lange. Meine Mutter hat das mit mir mal ausprobiert als ich vielleicht so 15 war oder so? Keine Ahnung... Krass, dann sind das auch schon so um die zehn Jahre... Ich fabriziere da inzwischen keine Massen mehr, bin also auch kein richtiger Profi, aber ich hab schon einiges ausprobiert, und inzwischen läuft das ganz routiniert ab. Ist ja aber auch keine Zauberei. Nur Hexenküche^^ Meistens mach ich so im Herbst 2 Ladungen für Weihnachten zum verschenken, und bin dann damit auch den Rest des Jahres ganz gut versorgt. 

So, also wenn ihr auch mal einen Versuch wagen wollt: Keine Scheu, das ist weder schwierig noch besonders teuer! Nur ein paar Sicherheitsregeln sollte man beachten, und da lege ich euch die Seite naturseife.com sehr ans Herz. Da gibt es sehr ausführliche Anfänger-Anleitungen, FAQs, Trouble-Shooting, Bezugsquellen, Rezepte.... und den unverzichtbaren Seifenrechner! Da dort das ganze Prozedere ziemlich gut und genau erklärt ist, spar ich mir das hier, die Erstellerin der Seite hat da sehr viel mehr Ahnung, und ich könnte ja quasi auch nur abschreiben, da ich diese Seite als Basis für meine Seifen benutze, und das quasi von dort gelernt habe.


Ein oder zwei mal habe ich tatsächlich auch Seife  auf einem Hobbykünstlermarkt verkauft... Lange her, da konnte ich noch nicht Auto fahren nämlich... Aber ich habe damals ein sehr brauchbares "Seifenprotokoll" entworfen, in dem ich die Rezepte festhalte um sie nachzumachen wenn sie gelungen waren, nachvollziehen zu können wann ich die Seife gemacht habe, und auch um die Kosten auszurechnen. 

Ich stelle euch hier mal das Formular für das "Seifenprotokoll" als PDF-Druckvorlage zur Verfügung, und hier noch ein paar der Rezepte die wirklich gute Ergebnisse gebracht haben. (Das waren beileibe nicht alle die ich jemals gemacht habe, es gab auch schon Seife die eher dreckig als sauber gemacht hat.....^^) Weitere Rezepte folgen demnächst =)
(Schaut euch die Anleitungen auf der empfohlenen Seite gut an, man muss wirklich vorsichtig sein, Lauge ätzt!)

Download Seifenprotokoll >>

gelungene Rezepte:

Orangen-Hafer-Seife:

  • 250g Olivenöl
  • 250g Pflanzenfett (Biskin)
  • 250g Rapsöl
  • 250g Kokosöl
  • 335g Wasser
  • 140g NaOH
  • 30ml ätherisches Orangenschalenöl
  • ein halbes Glas Haferflocken
Das Orangenöl und die Haferflocken nach dem Andicken in die Masse geben.


Honig-Milch Seife:
  • 225g Pflanzenfett
  • 203g Olive
  • 240g Kokosfett
  • 321g Sonnenblumenöl
  • 15g Bienenwachs
  • 21g Rizinusöl
  • 357g Milch (als Eiswürfel gefroren)
  • 146g NaOH
  • 5ml Honig-Lebensmittelaroma
  • 3TL Honig
Honig im warmen Fett schmelzen, Aroma nach dem Andicken dazu geben.
Beim Schneiden, also nach einem Tag, roch die Seife etwas merkwürdig, bei Milchseifen passiert das öfter, gibt sich aber (wie hier) oft wieder. 

Montag, 18. April 2016

# Röcke ohne Ende


Auf dem Flohmarkt hatte ich mal diesen Wunderschönen Stoff erstanden, und vor meinem inneren Auge schwebte von Anfang an ein Faltenrock. Endlich hab ich den auch mal umgesetzt.

Einer der ersten Schnitte die ich hatte, war ein sehr einfacher Minirock von burda. Dieser Schnitt hat sich definitiv gelohnt, den habe ich mit Abwandlungen schon seeehr oft genäht. Diesmal wieder. Also eigentlich habe ich nur den Bund verwendet, also die Schnittmusterteile für die Einlage. Aber immerhin. Bei dem Schnittmuster, dass ich auch in Größe 35, also auf der Hälfte zwischen 34 und 36 ausgeschnitten habe, kann ich mir auch ziemlich sicher sein dass es mir passt, der Bund sitzt gut, und das mit Reißverschluss.

Den Bund habe ich jeweils zwei mal ausgeschnitten, damit er dann doppelt ist, als Beleg, quasi.
Man kann dan schonmal jeweils ein Vorder- und Rückteil an einer Seite aneinandernähen.

Dann habe ich die Unterkante vom Bund abgemessen. Auf diese Breite muss der Rest des Stoffs gefaltet werden, plus jeweils einem Zentimeter Nahtzugabe.
Das gerechne hat mich auch etwas Nerven gekostet^^^So wie der ganze Rock eigentlich, strategisches Denken PLUS räumliches Vorstellungsvermögen is schon nich sooo einfach...

Also der Bund war am unteren Rand 86 cm breit. Der restliche Stoff 170. Jeweils 2 cm Nahtzugabe abziehen: 84cm und 168cm. Zieht man die voneinander ab, bleiben noch 84cm übrig, die man quasi dahinterfalten kann. Also genau die Hälfte. Also alle 8,4 cm markiert und jeden zweiten Abschnitt in eine Kellerfalte dahinter legen. Am Anfang und Ende jeweils die Hälfte des Abstands ansetzten, damit der Reißverschluss später unten in der Falte sitzt, und nicht obendrauf.


Rechts auf rechts auf die äußere Bundseite nähen. Das Futter habe ich etwas kürzer gemacht als den eigentlichen Rock, so wölbt er sich unten schön ballon-mäßig. Das Futter ist genausobreit wie der Rock, also 170 cm, und oben mit Hilfe einer doppelten Heftnaht auf 84 cm gekräuselt.
Also unten wieder rechts auf rechts an den Rock nähen, und oben an der gekräuselten Seite rechts auf rechts auf das innere Bündchen nähen. Jetzt spätestens alle Kanten versäubern.

Jetzt kann man den Schlitz für den Reißverschluss abmessen (meiner hatte 12 cm) und die restliche Seitennaht schließen.
Nun die beiden Bündchen links auf links aufeinanderheften, vorher aber die Kanten einschlagen. Den oberen Rand des Bunds schmal absteppen, und damit aufeinandernähen.
So, nun noch  mein Lieblingsteil: Reißverschluss einnähen. Der Plan war ein unsichtbarer Reißverschluss. War wohl nix, aber zumindest ist er sehr ordentlich geworden, also auch ok. Außen quasi verkehrt herum mit der Maschine genäht, und das Futter habe ich dann noch von Hand angenäht.


Nach mehrmaligem Scheitern an meinem Vorstellungsvermögen und einer neuerlichen Verstärkung der innigen Beziehung zu meinem Auftrenner, doch noch ein gelungenes Projekt!

Wo bleibt der Sommer, damit ich meinen neuen Lieblingsrock tragen kann ??? (Hab ihn inzwischen getestet, zwar mit Strumpfhosen, aber was solls... Fahrradfahrkompatibel ist das gute Stück auch, hat also echt Lieblingsrockpotential =)


Ach ja, hier noch die anderen Röcke, die alle aus diesem Schnittmuster entstanden sind:


# Krimskrams-Regal für die Küche


In unserer WG-Küche lagen CDs, Zeitschriften, Notizzettel und Stifte immer ziemlich nervig und chaotisch auf der Eckbank rum. Nachdem wir uns schon so tolle Gewürzregale ausgedacht hatten (einfach Mandarinenkisten mit nem Gummiband drumrum an die Wand genagelt), lag die Idee für ein weiteres Kistenregal nicht fern.

Beim Obststand in der nächsten Einkaufsstraße habe ich mir zwei gleiche, einigermaßen stabile Holzkisten geholt. Eine davon habe ich vorsichtig mit Zange und Schraubenzieher auseinandergebaut, indem ich die ganzen Tackernadeln rausgezogen habe.

Dann habe ich die Eckleisten und kurzen Bretter einfach mit kurzen Schrauben und dem Akkuschrauber als zusätzliche Regalbretter eingebaut.


Das Problem mit den Zeitschriften war dann immer noch nicht gelöst, aber dann kam uns die Idde die einfach auf Kleiderbügel zu hängen,davon haben wir nämlich eindeutig genug....

Die Kiste haben wir einfach durchs Holz (kleine Löcher vorgebohrt) mit Dübeln in die Wand geschraubt. Noch ne Pflanze obendrauf, den ganzen Kram rein, yippieee!!!

Dienstag, 29. März 2016

# Upcycling - wiederverwendbare Wattepads


Wattepad-Ersatz nähen wollte ich schon länger mal, nur haben mir irgendwie geeignete Rohstoffe gefehlt. Beim durchwühlen der Altkleiderkiste auf der Suche nach Laptoptaschenmaterial hab ich noch ein Reisehandtuch der früheren Generation gefunden. So eins das an meinen rauhen Händen immer hängen bleibt. Juhuu, Microfaser? Ich hab gehört damit braucht man nicht mal mehr Seife oder Reinigungsmilch um Schminke abzubekommen. Der erste Test mit dem blauen Handtuch hat ganz gut geklappt.  Und falls das doch nicht so gut geht hat man zumindest schöne kleine Waschläppchen und schmeißt nicht mehr so viel gute Baumwolle gleich weg.


Das war diesmal echt ein sehr upcycliges Projekt. Zwei alte Handtücher mussten dran glauben, die Bänchen waren die Dinger die in Pullis immer drin sind und so nerven, die hab ich auch aus diversen Alt- und Neukleidern rausgeschnitten. Und dann noch zu den Pads ein Wäschebeutelchen um die dreckigen aufzuheben und zu waschen aus einem Unterhemd aus der Altkleiderkiste. Sehr ergiebig diesmal =)
Für mich hab ich Herzchen und Wölkchen gemacht. Als kleines Ostergeschenkchen betreibe ich dieses Jahr ein bisschen Ökoterror und schenke meiner besten Freundin auch ein paar von den Dingern und ne Dose selbstgemachtes Deo. Meine Mama bekommt auch Waschläppchen, aber die Erwachsenen-Variante in Kreisform =)

Sonntag, 27. März 2016

# Frühlingsfarben


Yay, Früüüühliiing! 
Eigentlich finde ich könnte man den Frühling auslassen. Lieber gleich Sommer. Am liebsten mag ich eigentlich Spätsommer. Da sind die Farben auch viel schöner... Das ganze Gelb und Lila zu Ostern... Neeeee... Naja, huift ja nix, is nun mal so mit den Jahreszeiten und den Farben in diesen Breitengraden. Da freu ich mich lieber einfach über die Sonne und hol mir Blümchen rein die nicht gelb und lila sind ;-) 

Frohe Ostern !

Samstag, 26. März 2016

# Upcycling - Jacke zu Laptophülle



Mein Papa hat sich nen neuen Laptop gekauft, und die Hülle die dabei war war ganz häßlich braun (jetzt weiß ich vielleicht woher ich die Abneigung gegen diese Farbe habe...), und außerdem hat sie nicht in seine Aktentasche gepasst. Also habe ich als Auftrag bekommen ihm eine bessere zu nähen. Auf Materialsuche in der Altkleiderkiste hab ich dann eine ziemlich alte schwarze Lederjacke von meiner Mutter gefunden. Die hab ich gleich mal wie sie war und inklusive Futter verarbeitet. Es is relativ viel übrig geblieben, was mach ich denn jetzt aus den Resten? Zum wegschmeißen auf jeden Fall viel zu schade...


Also einfach den Rücken abgetrennt bzw. herausgeschnitten und den Laptop zum Maß nehmen reingelegt und mit Stecknadeln markiert. Dann mit dem Lineal 5 mm Nahtzugabe markiert und nach oben weiter geführt, also da wo der Deckel hin kommt. Den unteren Saum von der Jacke konnte ich gleich so hernehmen wie er war, jippie...


Wieder mit dem Lineal bis zur Mitte eine schräge Linie gezogen, und das gleiche spiegelverkehrt dann bis zum gleichen Mittelpunkt. So. Dann das ganze Ding gewendet und von innen entlang der Kante abgesteppt. Also nur die Klappe sozusagen und noch ein paar Zentimeter weiter.
Wieder den Laptop reingelegt und abgesteckt, und dann von Stecknadel zu Stecknadel zusammengenäht. Wenden und Laptop reinstecken. Ich musste nochmal ein paar Anpassungen machen, war etwas schief.... Am Ende die Innennähte noch mit Zickzack versäubert, und die Klappe 5 mm breit abgesteppt.  Fertig!

Ach ja, noch zwei selbstklebende Klettpunkte als Verschluss =)

Donnerstag, 17. März 2016

# UJB - Orchideen und Pomelo im Zoom

Yay, meine Pflanzenfamilie hat Zuwachs bekommen! Wird ja auch so gaaanz langsam Frühling, die Jahreszeit mit mehr Licht und so... meine Tomaten und Ringelblumen sind aufgegangen, ein Rosmarin, eine Aloe Vera und eine Peperomia haben sich jetzt bei mir niedergelassen... Nur Übertöpfe fehlen leider.... Kommt bald...

Inzwischen mal die Fotos für das Urban-Jungle-Bloggers Motto diesen Monat!

Ach grün ist ja auch soo eine schöne Farbe, ich kanns kaum erwarten, wenns die auch beim aus dem Fenster schaun wieder gibt...

Montag, 14. März 2016

# Upcycling: Scrap-Book für Faule


Seit meine Austauschschülerin aus England mich in der achten Klasse mit dem Scrapbook oder je nach Definition eher Reisetagebuch schreiben und basteln infiziert hat, war ich immer wieder dabei, zu überlegen wie ich das am besten hinbekomme.

Ich saß früher im Urlaub jeden Abend da und habe Prospekte zerschnibbelt, Bilder eingeklebt und dazu Romane geschrieben. Die finde ich zum Teil heute auch noch schön, und wenn man selbst oder Freunde mal wieder in die Gegend kommen, kann man immer mal nachschauen, was einem besonders gut gefallen hat, und das vielleicht weiterempfehlen. Oft haben sich schon Leute die Bücher ausgeliehen und darüber gefreut dass ich damals alles aufgeschrieben habe. Von anderen wird das natürlich auch belächelt,  aber für mich gehört das zum Urlaub dazu.

Inzwischen aber eher zur Nachbereitung, da ich einfach nur noch alles nach Tagen geordnet einsammle und vielleicht noch ein paar Notizen dazu mache. Wie die Planung vorher, die zur Vorfreude beiträgt, ist das Fotos aussuchen, Sachen einkleben und Notizen schreiben danach eben ein Ritual zur „Nachfreude“. Und wie schön ist es, am Ende des Jahres einen ganzen Ordner voller schöner Erinnerungen durch zu blättern...?

Dieses Jahr habe ich mich mal hingesetzt und überlegt, wie das perfekte Reisetagebuch für mich eher chaotischen und doch etwas faulen Menschen aussehen müsste.  Auf Papiervorlagen ausschneiden und so was, wie die „richtigen“ Scrap-booker habe ich nämlich keine Lust, bei mir wird das eher ein bisschen Smash-Book-mäßig. So ein Zwischending irgendwie. Es gibt ja auch Ideen mit Boxen, in die man einfah alles rein schmeißt, aber ein bisschen zeitliche Ordnung möchte ich schon haben. Auch reine Fotobücher sind oft schön, aber ich möchte das erstens kostengünstig machen, zweitens von unterwegs schon anfangen können, drittens kann ich nicht gut fotografieren, und viertens möchte ich Tickets und Stadtpläne und so weiter mit einkleben können.

Ein Problem war auch das mit den Fotos, die kann man ja immer erst viel später ausdrucken, und musste dann Platz dafür lassen. Wo in manchen von den alten Büchern auch jetzt noch Platz ist… Dann die Frage ob man für jede Reise ein neues Buch/Heft nimmt, oder das nach Jahren ordnet. Dann kann man kleine schöne Ausflüge auch mit dokumentieren, aber hat  zum Teil dafür megadicke Bücher. Und ganze Broschüren oder dickere Fundstücke lassen sich eigentlich nur in Heften mit Spiralbindung aufbewahren, da durch die Spirale etwas mehr Spielraum für zusätzliche Seiten da ist.





Also der Weisheit letzter Schluss sah für mich nach diesen und noch mehr Überlegungen folgendermaßen aus:

Es sollte ein Ringbuch sein:
  • Es ist möglich vergessene Dinge und die Fotos nachträglich einzuordnen
  •  Ich kann eine kleine „Reiseversion“ mitnehmen und die Sachen später in einen dicken „Jahresordner“ umheften
  • Man kann verschiedene Blätter und Hüllen benutzen, wo man sie gerade braucht
  • Die Dicke ist flexibel, es passt alles rein
  •  Man kann Broschüren etc. einfach direkt lochen und einheften anstatt kompliziert so einkleben dass man noch alles lesen kann


Die Größe sollte circa dem Format A5 entsprechen

  • Die allermeisten Broschüren etc. passen noch rein, es ist aber noch ein gut transportables Format

Innen rein kommen:
  •           Alte Landkarten als Seiten zum  Fotos drauf kleben etc.
  •          Weiße und linierte Seiten zum beschreiben und bemalen
  •           Visitenkartenhüllen für kleine Fundstücke
  •           Und: ein Locher und eine einheftbare Hülle für ein paar Stifte etc.
  •           Ein paar Klarsichtfolien zum zwischenzeitlichen Aufbewahren von Zetteln, Tickets,…



Ich habe mal in meinem Schreibwaren-Fundus meiner Schul- und Unizeit gestöbert und bin auf ein paar schmale Plastikordner gestoßen, die mir für die „Reiseversion“ sehr geeignet schienen. Plastik hält auch besser als Pappe wenn man es in Rucksäcke oder Fahrradpacktaschen stopft…


Also mal ein Blatt auf A5 gefaltet und eingeheftet, und vom Ordnerrand die Abstände gemessen, wie es passen könnte. Mit Kuli, Lineal und Geodreieck angezeichnet, nochmal prüfen ob es wirklich passt...


...und abgeschnitten. Mit viel Druck auf dem Stahllineal bzw. der Reißschiene und einem scharfen Cutter ging das ganz gut.


Die Ränder habe ich zum Teil noch mit einer scharfen Schere nachgebessert, an ein paar Stellen hatte ich mich ein bisschen verschnitten.
Die Ecken waren super pieksig, die habe ich einfach mit der Schere abgerundet.

Tadaaa!

So nun an den Inhalt:
Aus der Flohmarktkiste meiner Mama hatte ich einen ganzen Ordner voller A4-Visitenkartenhüllen. Die waren sehr rutschig, also musste man sie leider einzeln schneiden. Sehr meditativ… 


Ich habe einfach mit dem Cutter den Lochrand abgeschnitten und die Dinger nach Augenmaß in der Mitte geteilt. In die Mitte, da wo zwei Einschubfächer zerschnitten waren habe ich mit dem Locher neue Löcher gemacht.



Aus altem Zeichenpapier und übrigen schwarzen Seiten aus einem Fotoalbum habe ich noch Seiten gemacht, und ein paar linierte A5 Seiten habe ich noch irgendwo gefunden.

Für den  „Jahresordner“ habe ich einfach einen großen Pappordner kleingeschnitten, wieder nach dem gleichen Prinzip. Den habe ich mit einer Stadtkarte der Stadt die im Moment meinen Wohnort darstellt eingebunden -  und voila! - fertig ist auch dieser!







Freitag, 11. März 2016

# Motto der Woche

Das Zitat ist wiederum zitiert in einem meiner Lieblingsbücher. Das Orangenmädchen von Jostein Gaarder. Sophies Welt kennt man eher von dem Autor, aber dieses kleine feine Buch habe ich mir vor Jahren in der Bibliothek ausgeliehen und musste es dann trotzdem noch kaufen, weil ich es einfach so gerne mochte. Eine wunderschöne ruhige und natürlich etwas philosophische Liebesgeschichte zwischen einem Paar aber auch irgendwie zwischen Vater und Sohn.
Und da man ständig immer auf irgendwas wartet, wenn man ganz ehrlich ist, sollte man sich manchmal auch fragen was man eigentlich jetzt macht. Ist ja auch nix anderes als "carpe diem" nur ne nicht ganz so ausgelutschte Formulierung. Hört man ständig, stimmt trotzdem.

Montag, 7. März 2016

# Nachtrag - 8 wunderbare Dinge aus Marokko

Besser spät als nie, aber um hier mal ein bisschen Leben in das Thema Reisen zu bringen, wollte ich euch noch ein paar Impressionen aus dem Marokko-Urlaub an Weihnachten zeigen. Meine Eltern können wegen ihrem Beruf eigentlich immer nur sozusagen „zwischen den Jahren“ länger weg, und wir Kinder sind zwar auch schon relativ groß, aber Weihnachten mit der Familie zu verbringen ist schon immer noch am schönsten. Also sind wir seit ewigen Jahren mal wieder zu viert in den Familienurlaub gefahren. Schön wars, nur viel zu kurz, wie das halt so ist. Das Land hat mich aber wahnsinnig fasziniert, irgendwann muss ich da nochmal hin und mir noch ein bisschen mehr anschaun. Wenn ich ein Emoticon wäre, wäre ich die ganze Zeit mit Herzchen in den Augen rumgelaufen. Die für mich tollsten und spannendsten Seiten habe ich mal aufgelistet…


Pfefferminztee


immer und zu jeder Stunde ein Gläschen süßen Pfefferminztee. Die wissen was gut ist. Mich hat die komplett fehlende Kaffee-Kultur schon ein bisschen überrascht, aber da ich Pfefferminztee sowieso schon immer liebe stört mich das gar nicht, eher im Gegenteil.  Und, nein, für mich hat Pfefferminztee gar nichts mit krank sein zu tun, ich liebe einfach den frischen Geschmack von Minze, fast egal wo drin…


Um den Tee so gut hinzubekommen wie dort, nimmt man für eine Kanne ca. 3 Esslöffel Gunpowder-Grüntee und gießt ihn mit kochendem Wasser auf bis er gut bedeckt ist. Diesen ersten Aufguss kippt man dann nach ein paar Minuten (durch ein Sieb) weg, steckt ein Bündel frische Nanaminze in die Kanne und schüttet einen Riesenberg Zucker rein. Dann macht man die Kanne mit dem restlichen heißen Wasser voll und hat das perfekte Getränk für laue Sommerabende. Oder kuschlige Stunden der Erinnerung an laue Sommerabende im Winter…


Die Farben


Ich kann gar nicht mehr genau beschreiben was diese bunten Farben hatte, die ich im Kopf habe wenn ich an Marokko denke. Die Landschaft eher nicht, die war eher sandfarben und meerblau. Dafür alles andere. Klar der große Platz mit den sehr touristischen Souks in Marrakesch und die Auslagen dort waren super überwältigend. Aber eigentlich alle Gegenstände und Waren, und das Essen haben wunderschöne klare und viele Farben.





 

Die Muster


Wieso sind bunte und glitzernde „Kunst“ im europäischen Stil immer wahnsinnig kitschig, und hier auf einmal wunderschön? Meine Mutter und ich haben da länger drüber diskutiert, und sind dann zu dem Schluss gekommen, dass es wohl daran liegt dass nichts abgebildet wird, sondern es „nur“ Muster und Ornamente gibt. Bunte Blumen an der Wand werden schnell super kitschig, ein geometrisches Mosaik, das durch aus auch an Blüten erinnert, dagegen nicht so schnell. Hach, ganz viel in bunt und in blau weiß…


Das Essen


Mmmmh ich liebe diese Kombination von süßen getrockneten Früchten mit kräftigem Fleisch  und Gemüse, frische Salate, gutes Brot und süße Naschereien… Besonders die scharfe Soße, die gleichzeitig scharf, süß und bitter ist, hat es mir angetan… Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen…


Frischer Saft statt Bier



In dem muslimisch geprägten Land gibt es kaum Alkohol, und wenn dann zu exorbitanten Preisen.  Ich hab mich trotzdem ein bisschen amüsiert als ich das Gedränge der ganzen halbstarken Jungs am Samstagabend vor der anscheinend besten Saftbar der Stadt gesehen habe. Das stelle sich mal einer hier vor….


Das Labyrinth der Straßen


 Wenn man in europäischen Städten aufgewachsen ist, quasi unmöglich die Orientierung zu behalten. Die Stadt ist einfach ganz ganz anders aufgebaut. Nicht mit Hauptstraßen und Achsen an denen sich die Bebauung entwickelt, sondern für uns vollkommen chaotisch. Mit vielen kleinen Plätzen, die durch überdachte Handelsgassen verbunden sind, vielen vielen Winkeln und Sackgassen, und plötzlich steht man doch wieder am Ausgangspunkt. Und wenn man dann vom Trubel der Gassen irgendwo in einen Innenhof entwischt, ist es augenblicklich total ruhig und friedlich.



 

Zu sehen wie Menschen in anderen Ländern leben und Verständnis dafür zu bekommen


Ich wusste gar nicht so richtig was ich einpacken sollte, wie soll man sich denn als europäische Frau in einem muslimischen Land anziehen? Von hier aus betrachtet sind Frauen dort in ihrer Bekleidung erstmal vielleicht schon etwas eingeschränkt. Und dass man wenns dort richtig warm wird mit langen Ärmeln rumlaufen muss… puh.. Es war im Dezember nicht übermäßig warm, also hat uns das nicht betroffen. Aber nach relativ kurzer Zeit hat man irgendwie selbst rausgefunden was ok ist und was nicht. Schon nach ein paar Tagen kamen uns andere Touristen mit kurzen Hosen einfach total unanständig vor. Macht man einfach nicht, ist irgendwie auch ok so.

Genauso wie Kopftücher. Das haben viele Frauen getragen, aber bei weitem nicht alle. Man kann ja jetzt nicht einfach so beurteilen wer das freiwillig tut und wer nicht, aber ich kann jetzt besser verstehen, wieso man das auch freiwillig macht. Wenn es einfach ganz normal ist, dann denkt man da gar nicht drüber nach ob man das möchte oder nicht. Keine Ahnung mir fällt jetzt kein guter Vergleich ein. Wie BH anziehn oder so. Macht man einfach. Hat Vorteile und Nachteile, aber da denkt man jetzt auch nicht jeden Tag drüber nach, was das über das Bild und die Rolle der Frau aussagt, wenn man wattierte BHs trägt. Schwieriges Thema, ich weiß, aber das waren da in dem Moment so meine Gedanken dazu.


Anerkennung für die Handwerkskunst und Handarbeit


Wenn man ein bisschen durch die Gassen gestromert ist, konnte man oft in Werkstätten hineinschauen, und sehen wie die ganzen tollen Sachen die auf den großen Märkten verkauft werden hergestellt werden. Wenn man genau sieht wie viel (Hand!-)Arbeit da drin steckt, und für was für einen Preis die Sachen dann verkauft werden, kommt man schon nochmal ein bisschen ins Nachdenken…
Insgesamt war es super schön und beeindruckend, und ich hoffe dass ich die Chance haben werde dieses Land nochmal genauer zu erkunden und auch die ländlichen Bereiche kennen zu lernen.